Seespiegel-Anhebung für den Werratalsee?

Das hydrogeologische Gutachten der bwu liefert die Zahlen,
welche Vorteile eine Anhebung des Seepiegels bringen wird.


"Hydrogeologisches Gutachten zur geplanten Wasserspiegel-Anhebung
des Werratalsees in Eschwege und Meinhard."


Punkt 5 Bilanzierung


Zustrom im Bereich 1 (Von der Werra durch den Damm in den See)
Ist der See auf Seehöhe 158,64 m über NN abgesenkt, sickern 21 Liter/Sek von der Werra in den See.
Ist der See auf Seehöhe 159,64 m über NN angehoben, sickern nur noch 7 Liter/Sek von der Werra in den See.
D.h. im angehobenen Zustand sickern Zweidrittel weniger belastetes Werrawasser in den See.


Zustrom im Bereich 2 (Vom Ostufer in den See)
Auch bei einer Anhebung und einer Absenkung der Seewasserstände
verändert sich das für die zuströmende Grundwassermenge
entscheidende Grundwassergefälle im Hinterland und See nicht relevant. (< 1 Liter/Sek)


Zustrom im Bereich 3 (Vom Nordufer in den See)
Ist der See auf Seehöhe 158,64 m über NN abgesenkt, sickern 22 Liter/Sek vom Nordufer in den See.
Ist der See auf Seehöhe 159,64 m über NN angehoben, sickern nur noch 12 Liter/Sek vom Nordufer in den See.
D.h. im angehobenen Zustand sickern ca. 45 % weniger belastetes Grundwasser in den See.


Oder aber, im angehobenen Zustand sickern - anstatt 43 Liter/Sek über Nord- und Südufer-
nur noch 19 Liter/Sek belastetes Wasser in den See.


In den Vorbemerkungen zur Bewertung (Seite 90) wird auch bei den Abflußmöglichkeite von einem
"möglicherweise dränierenden Kanal (in Schwebda)" gesprochen.
Auf "deutsch", bei möglichen Undichtigkeiten des Kanals im Schwebdaer Unterdorf,
sickert Grundwasser in den Kanal und wird vom Kanal abgeführt.
Genau das habe ich schon mehrfach erwähnt, dass Grundwasser zwar in einen drucklosen Kanal dringen kann,
niemals aber Abwasser aus dem drucklosen Kanal ins Grundwasser mit höherem stat. Druck gelangen kann.
Der Werratalsee kann also garnicht von Abwasser aus dem Schwebdaer Kanal im Unterdorf verschmutzt worden sein.

In Kanallagen (Hausanschlüsse) über Grundwasserspiegel greift die Analyse von Prof. Dr.-Ing. Hartmut Hepcke

Die Gefahr der Boden- oder Grundwasserverunreinigung, die von einer vermeintlichen Exfiltration
von häuslichem Abwasser durch undichte Hausanschlussleitungen ausgehen soll,
ist nicht existent und nicht nachweisbar. Sie wurde vom Ministerium sowohl
aus abwassertechnischer als auch ökologischer Sicht vollkommen falsch bewertet.


Die Mio. teure Kanalsanierung des Schwebdaer Unterdorfes konnte deshalb nur in Auftrag gegeben
werden, weil kein Meinharder Kommunalpolitiker die Gutachten mit Sinn und Verstand gelesen hat.


Alles nachzulesen:
Anlage 8: Erläuterungsbericht der AHU AG zur Erstellung eines numerischen
Grundwassermodells (Ab Seite 89 des Gutachtens.)